Sinfoniekonzert – Gestaltung für alle Sinne

Sinfoniekonzert, Pop-Kultur und Rockklassiker

Bei der Musik ist es ähnlich wie bei der Inneneinrichtung der eigenen vier Wände. So unterschiedlich der eigene Geschmack, das allgemeine Umfeld und die Zeit, in der man lebt, so verschieden sind die Vorstellungen hinsichtlich Hörvergnügen und Dekorationsideen.

Aber alles ist erlaubt

Musik begleitet die Menschen seit Jahrtausenden und prägt die Gesellschaft um ein Wesentliches. Verschiedene Musikepochen hat die Zeit hervorgebracht, manch eine ist in Vergessenheit geraten, einige werden neu erfunden. Auch die Wohn- und Lebensformen haben sich im Laufe der Geschichte verändert und weiterentwickelt. Aber auch hier hängt viel davon ab, wo man aufwächst und welche Sitten, Bräuche und gesellschaftlichen Werte und Normen man vermittelt bekommt.

In der neuzeitlichen westlichen Welt jedenfalls wird viel Wert darauf gelegt, dass nicht nur die Töne aufeinander abgestimmt sind – eine Sinfonie der Inneneinrichtung wird gern gesehen. Wie bei einem klassischen Konzert, bei dem der Dirigent darauf achtet, dass kein Instrument und keine Stimme aus der Reihe tanzt, wird auch bei der Wahl der verschiedenen Dekoelemente Augenmerk auf ein stimmiges Gesamtbild gelegt. Das steigert das Wohlbefinden in der heimischen Atmosphäre.

Dezente Wandfarben, freundliche Stoffe, moderne Möbel, ein Plissee, welches den Lichteinfall je Tageszeit reguliert und den Raum in ein weiches Licht taucht – die Kritiker würden schwärmen.

Was des einen Wohlfühloase schlechthin ist, wäre für den anderen Tinitus für die Augen. Hier muss Farbe her, dass es nur so schreit – laut, schrill, bunt. Statt Omas Gardine schwere, dunkle Vorhänge, damit auch ja kein Licht ins Zimmer dringt. Die Kerzen erhellen den Raum und leuchten wie die Feuerzeuge bei einem Abschlusskonzert. Der Plissee Rock Röhre gefällt’s.

Und genau so, wie alte musikalische Klassiker neu entdeckt, neu aufgelegt und wieder gern gehört werden, so finden auch Möbel aus längst vergangenen Tagen wieder Liebhaber, die sie neu für sich entdecken. Ob das auch für die selbst gehäkelten Tischdecken gilt, bleibt abzuwarten.