Das Tonstudio für zuhause – das braucht man

Faszination Musik – Musik selber machen liegt im Trend. Klangvolle und professionell wirkende Musikstücke komponieren ist jetzt auch für einen ungeübten Musiker keine Traumvorstellung mehr.

Damit der Musiker seinen Werken etwas Leben einhauchen kann, braucht es lediglich einen Computer, ein paar Geräte und eine Internetverbindung, um die nötige Software herunterzuladen. Der Computer sollte schnell sein und über einen ausreichenden Speicherplatz verfügen. Der Arbeitsspeicher sollte mindestens ein Gigabyte groß sein und die Festplatte über ausreichend Platz verfügen. Ein Musikstück, das über vier Minuten länge mit 32 Spuren aufnimmt, benötigt über vier Gigabyte Speicherplatz. Als Alternative zum Computer kann auch ein Multitracker verwendet werden, der eine Ähnlichkeit mit einem Mischpult besitzt. Diese sind in der Nutzung jedoch nicht so flexibel wie der Computer. Auf jeden Fall sollte eine Soundkarte nicht fehlen. Einfache Soundkarten bieten nur einen Eingang für das Mikrofon und einen Ausgang für den Kopfhöreranschluss. Eine bessere Soundkarte nimmt den Ton über eine Line-in-Buchse auf. Damit die Verarbeitung des Klangs nicht unterbrochen oder in Stocken gerät, empfiehlt sich eine Soundkarte, die über kleine Latenz verfügt. Die Latenz liegt im Regelfall zwischen zwei und zehn Millisekunden.

Mikrofon:

Der Kondensatormikrofon mit Großmembran eignet sich hervorragend für Anfänger. Allerdings wird wegen der schwachen Signalen, die das Mikrofon produziert, ein Vollverstärker benötigt. Für etwas erfahrene Musiker gibt es etwas teuerere Variante. Diese Mikrofone verfügen über eine zusätzliche Schnittstelle und über eine Technik, die alle Aufnahmen direkt in digitale Dateien umwandelt.

Software:

Für Anfänger gibt es zahlreiche kostenlose Software, die ohne großen Aufwand passable Musikstücke ermöglichen. Es gibt natürlich kostenpflichtige Versionen, die es ermöglichen einzelne Noten der aufgenommenen Musik zu erkennen und verändern. Somit können die Nutzer die Tonhöhe, Timing und Dauer des Tons umwandeln und anpassen, diesen kopieren und an einer anderen Stelle wieder einfügen.

Instrumente:

Die E-Gitare oder Synthsizer können zur Weiterverarbeitung direkt an den Computer angeschlossen werden. Ferner gibt es Drummachines für die Schlagzeugbegleitung. Besonders sinnvoll sind Instrumente, die analoge Klänge direkt in digitale Dateien transformieren können. Insbesondere sollten die Instrumente einen guten Klang mitbringen. Aus schlechten und minderwertigen Instrumenten kann man auch unter Einsatz vom besten Mikrofon und Verstärker keinen Profiklang zaubern. Die Qualität eines Stücks wird zu 65% von den Drums bestimmt. Zur Verbesserung der Raumakustik sollten sich die angehende Musiker eine Schalldämmung kaufen. Dieses erspart nicht nur den Ärger mit den Nachbarn, sondern erfüllen auch die technischen Anforderungen an den Schallabsorber. Schallschutzplatten aus Noppenschaum oder Pyramidenschaum eignen sich besonders für Tonstudios.